Racquetball
-Landesverband Bayern e.V.

die offizielle Dachorganisation für den Racquetballsport in Bayern...


 
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Was ist Racquetball??

 

Früher einmal wurde es als “high-speed tennis in einem Kasten” belächelt, es ist jedoch die schnellste Schlägersportart der Welt. Der Ball kann beim Aufschlag eine Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h erreichen.

Auch wenn man die Geschwindigkeit und Dynamik mal nicht beachtet, so merkt man schnell, dass Racquetball in seiner ureigensten Form die Grundprinzipien anderer Schlägersportarten in sich vereinigt.
Ebenso wie beim Tennis versuchen die Spieler jeden Schlag nach einmaliger Bodenberührung zurückzuschlagen, allerdings kann -im Gegensatz zum Tennis- beim Racquetball nur der Aufschläger Punkte machen.

Ebenso wie beim Squash werden die Wände zum strategischen Plazieren des Balles benutzt, allerdings ist beim Racquetball -im Gegensatz zum Squash- der tiefere Schuss an die Wand der bessere Schuss.
Um das Spiel zu beginnen, nimmt der Aufschläger seine Position zwischen zwei durchgezogenen Linien in der Mitte des Courts ein. Diese Zone wird Aufschlagzone genannt. Der Aufschlag kann nur zwischen diesen beiden Linien durchgeführt werden und der Ball wird dann, nachdem er die Vorderwand berührt hat, in den hinteren Bereich der Courts geschlagen.

Auf seinem Weg dorthin darf der Ball eine Seitenwand berühren, aber eben nur eine. Wenn er drei Flächen berührt (inkl. der Decke oder der Rückwand), so ist dies ein fehlerhafter Aufschlag. Ein Aufschlag, der nicht die in der Mitte des Courts befindliche Aufschlaglinie passiert wird als “zu kurz" bezeichnet und ist ebenfalls ein fehlerhafter Aufschlag. In normalen Freizeitspielen werden dem Aufschläger regelmäßig zwei Aufschlagmöglichkeiten gewährt.

Wenn der Ball im Spiel ist, so gibt es kein Limit hinsichtlich der Häufigkeit der Wandberührungen, die für verschiedene Schussvariationen in einem Ballwechsel genutzt werden. In einem Satz können die Spieler durch das erfolgreiche Beenden des Ballwechsel Punkte oder das Aufschlagsrecht gewinnen.

Die Entwicklung der Sportart Racquetball nahm ihren Ausgangspunkt Ende der 20er Jahre dieses Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten.

Tennisspieler nutzten im Winter Handballcourts, um fit zu bleiben. Man spielte zunächst einfach mit Tennisschlägern, die in den 30er Jahren durch durchlöcherte Holzschläger mit kurzem Griff, sogenannte "paddleball paddles", ersetzt wurden. Die für Racquetballschläger typischen Schlaufen um das Handgelenk zur Sicherung des Holzschlägers fanden zu dieser Zeit bereits Verwendung.

Man versuchte, Tennisbälle durch Entfernen der filzigen Oberfläche springfreudiger zu machen. Bekannt wurde in den 50er Jahren der rasend schnelle "Pinkie", ein nackter Tennisball mit höherem Druck.

Als "Vater des Racquetballs" wird der amerikanische Tennisprofi Joe Sobek bezeichnet. Als er 1950 in Greenwich,CONN., einen Bürojob übernehmen musste, begann er im örtlichen YMCA Paddleball zu spielen. Er erkannte schnell, dass ein bespannter Schläger einem gleichgroßen und -schweren Paddleballschläger in den Spieleigenschaften überlegen sein würde. Der neu kreirte Schläger sah aus wie ein abgesägter Tennisschläger. Neue Materialentwicklungen machten bald auch die Entwicklung des heutigen springfreudigen Hohlgummis möglich.

Die Sportart lief zunächst unter den Bezeichnungen "racket tennis" oder "paddle tennis". Die französische Schreibweise "Racquetball" setzte sich erst beim ersten internationalen Turnier 1969 mit Spielern aus den U.S.A. und Kanada durch.

Die Sportart Racquetball wird in Hallen von 12,20 m Länge sowie 6,10 m Breite und Höhe gespielt. Ein Racquetball selbst ist springfreudig, fast wie ein Flummiball, aber nicht ganz so groß wie ein Tennisball. Der Schläger sieht aus wie ein Tennisschläger mit kurzem Griff. 

Inzwischen wird Racquetball von ca. 30 Mio. Menschen auf der ganzen Welt gespielt.

Die Schlagtechnik entspricht im wesentlichen der beim Tennis, nur dass der Ball in der Regel viel tiefer angenommen und nur ganz flach und knallhart geschlagen wird. Bei guten Spielern erreicht dabei der Racquetball eine Geschwindigkeit von ca. 250 km/h.

So schwierig Racquetball für Fortgeschrittene zu spielen ist, so einfach ist es für Anfänger zu erlernen. Die große Schlagfläche des Schlägers dicht an der Hand gewährleistet bei dem relativ großen Ball schnell eine hohe Treffsicherheit.

Dadurch, dass Anfänger zumeist die Stirnwand höher anspielen, wird das Spiel am Anfang durch den springfreudigen Ball verlangsamt. Außerdem kann man anfangs -abweichend von den internationalen Regeln- von der Möglichkeit Gebrauch machen, den Ball häufiger aufprallen zu lassen. Dadurch gewinnt man als Anfänger Zeit, sich auf die richtige Schlagtechnik konzentrieren zu können. Ein Racquetball ist so springfreudig, dass er selbst nach 10- bis 15fachem Aufprallen immer noch geschlagen werden kann.

 

Quelle: Deutscher Racquetball Verband e.V.

 



 


 

 

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