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Was ist Racquetball??
Früher einmal wurde es
als high-speed tennis in einem Kasten belächelt, es ist jedoch die schnellste
Schlägersportart der Welt. Der Ball kann beim Aufschlag eine Geschwindigkeit von bis zu
250 km/h erreichen.
Auch wenn man die
Geschwindigkeit und Dynamik mal nicht beachtet, so merkt man schnell, dass Racquetball in
seiner ureigensten Form die Grundprinzipien anderer Schlägersportarten in sich vereinigt.
Ebenso wie beim Tennis versuchen die Spieler jeden
Schlag nach einmaliger Bodenberührung zurückzuschlagen, allerdings kann -im Gegensatz
zum Tennis- beim Racquetball nur der Aufschläger Punkte machen.
Ebenso wie beim Squash
werden die Wände zum strategischen Plazieren des Balles benutzt, allerdings ist beim
Racquetball -im Gegensatz zum Squash- der tiefere Schuss an die Wand der bessere Schuss.
Um das Spiel zu beginnen, nimmt der Aufschläger
seine Position zwischen zwei durchgezogenen Linien in der Mitte des Courts ein. Diese Zone
wird Aufschlagzone genannt. Der Aufschlag kann nur zwischen diesen beiden Linien
durchgeführt werden und der Ball wird dann, nachdem er die Vorderwand berührt hat, in
den hinteren Bereich der Courts geschlagen.
Auf seinem Weg dorthin
darf der Ball eine Seitenwand berühren, aber eben nur eine. Wenn er drei Flächen
berührt (inkl. der Decke oder der Rückwand), so ist dies ein fehlerhafter Aufschlag. Ein
Aufschlag, der nicht die in der Mitte des Courts befindliche Aufschlaglinie passiert wird
als zu kurz" bezeichnet und ist
ebenfalls ein fehlerhafter Aufschlag. In normalen Freizeitspielen werden dem Aufschläger
regelmäßig zwei Aufschlagmöglichkeiten gewährt.
Wenn der Ball im Spiel ist, so
gibt es kein Limit hinsichtlich der Häufigkeit der Wandberührungen, die für
verschiedene Schussvariationen in einem Ballwechsel genutzt werden. In einem Satz können
die Spieler durch das erfolgreiche Beenden des Ballwechsel Punkte oder das Aufschlagsrecht
gewinnen.
Die Entwicklung der Sportart
Racquetball nahm ihren Ausgangspunkt Ende der 20er Jahre dieses Jahrhunderts in den
Vereinigten Staaten.
Tennisspieler nutzten im Winter
Handballcourts, um fit zu bleiben. Man spielte zunächst einfach mit Tennisschlägern, die
in den 30er Jahren durch durchlöcherte Holzschläger mit kurzem Griff, sogenannte
"paddleball paddles", ersetzt wurden. Die für Racquetballschläger typischen
Schlaufen um das Handgelenk zur Sicherung des Holzschlägers fanden zu dieser Zeit bereits
Verwendung.
Man versuchte, Tennisbälle
durch Entfernen der filzigen Oberfläche springfreudiger zu machen. Bekannt wurde in den
50er Jahren der rasend schnelle "Pinkie", ein nackter Tennisball mit höherem
Druck.
Als "Vater des
Racquetballs" wird der amerikanische Tennisprofi Joe Sobek bezeichnet. Als er 1950 in
Greenwich,CONN., einen Bürojob übernehmen musste, begann er im örtlichen YMCA
Paddleball zu spielen. Er erkannte schnell, dass ein bespannter Schläger einem
gleichgroßen und -schweren Paddleballschläger in den Spieleigenschaften überlegen sein
würde. Der neu kreirte Schläger sah aus wie ein abgesägter Tennisschläger. Neue
Materialentwicklungen machten bald auch die Entwicklung des heutigen springfreudigen
Hohlgummis möglich.
Die Sportart lief zunächst
unter den Bezeichnungen "racket tennis" oder "paddle tennis". Die
französische Schreibweise "Racquetball" setzte sich erst beim ersten
internationalen Turnier 1969 mit Spielern aus den U.S.A. und Kanada durch.
Die
Sportart Racquetball wird in Hallen von 12,20 m Länge sowie 6,10 m Breite und Höhe
gespielt. Ein Racquetball selbst ist springfreudig, fast wie ein Flummiball, aber nicht
ganz so groß wie ein Tennisball. Der Schläger sieht aus wie ein Tennisschläger mit
kurzem Griff.
Inzwischen
wird Racquetball von ca. 30 Mio. Menschen auf der ganzen Welt gespielt.
Die Schlagtechnik
entspricht im wesentlichen der beim Tennis, nur dass der Ball in der Regel viel tiefer
angenommen und nur ganz flach und knallhart geschlagen wird. Bei guten Spielern erreicht
dabei der Racquetball eine Geschwindigkeit von ca. 250 km/h. So schwierig Racquetball für
Fortgeschrittene zu spielen ist, so einfach ist es für Anfänger zu erlernen. Die große
Schlagfläche des Schlägers dicht an der Hand gewährleistet bei dem relativ großen Ball
schnell eine hohe Treffsicherheit.
Dadurch, dass Anfänger zumeist
die Stirnwand höher anspielen, wird das Spiel am Anfang durch den springfreudigen Ball
verlangsamt. Außerdem kann man anfangs -abweichend von den internationalen Regeln- von
der Möglichkeit Gebrauch machen, den Ball häufiger aufprallen zu lassen. Dadurch gewinnt
man als Anfänger Zeit, sich auf die richtige Schlagtechnik konzentrieren zu können. Ein
Racquetball ist so springfreudig, dass er selbst nach 10- bis 15fachem Aufprallen immer
noch geschlagen werden kann.
Quelle: Deutscher Racquetball Verband e.V.
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